Bewegung


Irgendwie soll's in diesem Frühjahr mit der Fastenwoche nicht sein. Macht nichts. Erzwingen wäre sowieso der falsche Weg. Stattdessen hatte ich drei Tage Auszeit in London. Auch fein und gut für die Figur. Allein im Restaurant essen macht mir keinen Spass. Und von einer Tomatensuppe abends wirst Du nicht dick nach 6 Stunden Fussmarsch.



Am Rückflug war ich 3 Kilogramm leichter. Das wog dafür der Koffer dann mehr - LOL


Have Fun and LovePeace

Heilfasten ist keine Diät

Ein Jahr später.
Ich wünsche mir wieder an einer Fastenwoche teilzunehmen und beginne eine kleine Internetrecherche. Der erste neue Artikel, der mir in die Hände fiel:



gefunden unter:
krone.at: ZEIT DES VERZICHTS
09.03.2011


Heilfasten ist alles andere als eine Diät zum Abnehmen

Die Fastenzeit hat begonnen. Der befristete Verzicht auf Speisen und Getränke soll Körper und Seele reinigen, einen Zustand innerer Ruhe herbeiführen, Raum für Gebet und Meditation schaffen. Viele Menschen nützen die Fastenzeit, um auf ungesunde Gewohnheiten wie zum Beispiel das Rauchen oder Alkohol wenigstens 40 Tage zu verzichten. Andere wollen tatsächlich Heilfasten und für einige Zeit auf feste Nahrung verzichten.



Dass es dabei nicht ums Abnehmen geht, erklärt die Psychologin Dr. Ulrike Borovnyak von der "GGF – Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsförderung" im Interview mit krone.tv. "Fasten hat mit einer Diät nichts zu tun und es hat mit Hunger nichts zu tun", sagt sie. Vielmehr gehe es darum, sich beim Fasten "eine Auszeit für Körper, Geist und Seele zu nehmen". Die Organe und sich selbst durch den bewussten Verzicht auf Urlaub zu schicken.
In der Zeit des Fastens wird keine fest Nahrung gegessen. Der Fastende nimmt Flüssiges zu sich, zum Beispiel in Form von Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäften, Tees und Wasser. Außerdem wird bewusst auf Genussmittel wie Nikotin, Alkohol, Kaffee und Süßigkeiten verzichtet.
Fasten heiße aber nicht nur, bestimmte Nahrungsmittel wegzulassen, meint Borovnyak. Es gehöre auch ein richtiges Bewegungs- und Entspannungsprogramm dazu, das uns lehrt, wieder "in unseren Rhythmus zu kommen". Die Expertin erklärt dazu: "Wir haben zum Beispiel vergessen, dass früher am Vormittag Arbeit war und dann war Pause, und nicht ein Weckerl schlingen beim Computer. Dann war wieder Arbeit angesagt und dann wieder Pause." Das alles werde beim Fasten geübt. Fasten biete die Chance für eine Umorientierung. "Es kann heißen, dass ich mehr Sport machen will, es könnte sein, dass ich vom Rauchen wegkommen will. Ich will in einem Verhalten, in meiner Ernährung, in meiner Berufswahl etwas verändern. Dann kann mir das Fasten einen großartigen Impuls dazu geben", lobt die Expertin die Vorzüge des richtigen Fastens.
Der richtige Zeitpunkt
Der richtige Zeitpunkt für eine Fastenkur ist individuell und nicht davon abhängig, ob gerade Fastenzeit ist. Borovnyak ist überzeugt, dass es nur funktioniere, wenn man sich Zeit dafür nimmt. "Es ist das Sinnvollste, sich fürs Fasten eine Woche zu suchen, wo ich Ruhe habe. Es muss meine persönliche Ruhezeit sein." Zwischen Geschäftsessen und der Organisation von Kindergeburtstagen lasse sich keine Fastenkur durchführen. Es sei außerdem ratsam, sich von Experten beim ersten Mal anleiten zu lassen. Dass kann bei einem der 200 ausgebildeten Fastenhelfer sein, die in ganz Österreich wirken, oder man gönnt sich eine Woche in einem zertifizierten, auf Fastenkuren spezialisierten Hotel. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website der GFF.
Grundsätzlich könne jeder fasten. "Risiken gibt's in dem Sinn nicht", sagt die Expertin, es gäbe aber Zeiten, in denen man nicht fasten sollte. Und das sei ganz einfach erklärt: Es handle sich dabei um Zeiten, in denen der Körper die Kraft für andere Reserven braucht. Als Beispiel nennt Borovnyak eine Schwangerschaft. Auch eine Frau, die stillt, habe nicht die Reserven, die bei einer Fastenkur abgebaut werden können. Jemand, der nach einer schweren Krankheit oder Operation in der Rekonvaleszenz ist, dürfe ebenfalls nicht fasten, schränkt sie ein.
Fasten sollte nicht weh tun
Es gibt viele verschiedene Arten des Fastens. Zum Einsteigen empfiehlt Borovnyak eine einwöchige Heilfastenkur, bei der fünf Tage nichts gegessen wird. Dabei könne man sich beobachten und im besten Fall mithilfe eines Trainiers herausfinden, welcher Fastentyp man sei. Vielleicht sei man eher fürs Früchtefasten oder Suppenfasten als fürs Teefasten geeignet. Auch zeige sich dabei, wie der Stoffwechsel arbeitet.
Dabei auf Folgendes achten: "Fasten sollte nicht weh tun. Es sollte kein Hungergefühl auslösen, weil dann weiß ich, dass ich etwas falsch mache. Das ist auch das Problem, warum viele Menschen, die nicht begleitet fasten, nach den ersten zwei Tagen abbrechen", erklärt die Expertin. Auf der einen Seite fehle das Wissen, warum man jetzt Kopfweh habe, und auf der anderen Seite fehle der soziale, freundschaftliche Halt, den man in einer Fastengruppe erfahre. "Es bilden sich wunderschöne Fastenfreundschaften, einfach deshalb, weil wir merken, meinem Gegenüber geht's auch manchmal nicht so gut."
Nach dem Fasten sei es wichtig, dem Körper Zeit zu geben, sich wieder ans normale Leben und die normale Ernährung zu gewöhnen. Das Fastenbrechen solle ihrer Meinung nach mit einer kleinen Zeremonie, zum Beispiel ein zelebrierter herzhafter Biss in einen Apfel, begangen werden. Außerdem sollt man sich körperlich nicht überfordern und auch hier langsam in den Alltag zurückkehren.

2011


Ich wünsch Dir fürs neue Jahr
Liebe und Zufriedenheit
und a bissl mehr ZEIT,
für die Menschen die du LIEBST
und natürlich auch für DICH!
Damit du das Leben, mit offenen Herzen kannst genießen!







Have Fun and LovePeace

6 Monate später

Sechs Monate später. Gibt es immer noch ein danach? Fühlt sich da noch etwas danach an?

Ja - bei mir schon.

Ich habe nach wie vor spürbare Vorteile.

Vor der Fastenwoche hatte ich immer noch kein Erfolgsgefühl durch den Verzicht auf Zigaretten. Ich hatte am 14. Mai 2009 das Rauchen aufgegeben. 9 Monate später fühle es sich immer noch furchtbar an, wenn ich jemanden rauchen sah. Immer wieder wünschte ich mir, dass der Wunsch wieder anzufangen langsam weichen würde. 
Eine Woche nach meiner Rückreise von der Fastenwoche ertappte ich mich zum ersten Mal bei dem Gedanken, dass ich mich wirklich besser ohne Zigaretten fühlte. Von da an fielen mir immer mehr Dinge auf, die ich durch die Entgiftung positiv vermerken konnte; auch meine Zunge war wieder rosa.

Oder mein unheimlich grosser Kaffeekonsum.
Ich hatte während der Fastenwoche gelernt, dass ich auch ohne Kaffee munter werde, und dass mir Tee auf nüchternen Magen, nicht nur besser bekommt, sondern mir auch viel besser schmeckt. So reduzierte ich den Kaffekonsum von 10-15 Café Latte auf 3-4 Espressi pro Tag. Milch hatte ich seit der Fastenwoche überhaupt nicht mehr angerührt. Es gibt alle zwei Monate einen schwachen Moment, wenn ich an Starbucks vorbeigehe, dann bestelle ich einmal einen grossen Soja-Latte, aber das war's auch schon.

In diesem Jahr geht sich leider keine 2.Fastenwoche terminlich aus, aber im Frühling bin ich fix wieder dabei.

LovePeace,
Vanessa.


Glaubersalz

Beschäftigen wir uns doch ein bisschen mit ein paar Fachbegriffen, die mit dem Fasten zu tun haben. Da wäre einmal das

Glaubersalz

Wir erinnern uns an das bekömmliche Getränk zu Fastenbeginn ;-)

Natriumsulfat wurde 1625 von dem Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber hergestellt und beschrieben und wird daher auch als Glaubersalz bezeichnet. Er selbst nannte das von ihm entdeckte Salz auch Sal mirabilis und Mirabili.


Quelle: Wikipedia

Natriumsulfat (Na2SO4, veraltete Bezeichnung Schwefelsaures Natron) ist ein Natriumsalz der Schwefelsäure und setzt sich aus zwei Natriumkationen (Na+) und dem Sulfatanion (SO42-) zusammen. Das Dekahydrat (Na2SO4 · 10 H2O) wird nach dem Chemiker Johann Rudolph Glauber auch Glaubersalz genannt. Auch Karlsbader Salz, das durch Eindampfen von Karlsbader Mineralwasser gewonnen wird, besteht hauptsächlich aus Natriumsulfat-Dekahydrat und wird wie Glaubersalz als Abführmittel eingesetzt.

Natriumsulfat wird in Waschmitteln als Füllstoff, in der Medizin als Abführmittel, bei der Zellstoffgewinnung (Sulfatverfahren) sowie in der Glas-, Textil- und Farbindustrie eingesetzt. Geglühtes, kristallwasserfreies Natriumsulfat wird im Labor zur Trocknung von organischen Lösungsmitteln verwendet. Das Natriumsulfat-Dekahydrat (Glaubersalz) wird als Abführmittel und als Latentwärmespeichermaterial verwendet.
In der Lebensmitteltechnologie dient es als Festigungsmittel, Säureregulator und Trägersubstanz. Natriumsulfat und Natriumhydrogensulfat sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 514 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.







 Have Fun and LovePeace

Drei Monate später

Nach dem ersten sommerlichen Wochenende fühle ich mich gar nicht wohl. Ich bin zu schwer. Ich merke, dass mir die Hitze zu schaffen macht, weil ich zu viel wiege. 
Drei Monate nach der Fastenwoche sehne ich mich nach Unterstützung bei dem Problem. Naja - Problem. Problem ist es keines. Aber ich hatte im März in St. Georgen gelernt, dass man auch für solche Fälle Hilfe suchen kann und sie auch bekommt. Eine Fastenwoche buchen geht im Moment nicht. Der Griechenland Urlaub ist gebucht.  Aber müsste da doch etwas hängen geblieben sein? Da hatte ich doch einen Artikel von der GGF (Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsförderung) und einer Ernährungsautorin für einen 'schnellen' Detox Tag gespeichert ...


GEFUNDEN! Hier ist der Artikel, den ich schon vor meiner Fastenwoche einmal gespeichert hatte:

Ihr Detox-Tag
Tatsächlich in genau 24 Stunden. „Schon ein einzelner Fastentag verstärkt die Produktion bestimmter Wachstumshormone wie Somatotropin, die für die Zellerneuerung, den Abbau von Fettdepots sowie das Wachsen der Muskeln bedeutsam sind“, weiß Ernährungsprofi Margot Hellmiß, die in ihrem ausgezeichneten Ratgeber Mein Entgiftungsprogramm unter anderem die besten Programme für einzelne Entlastungstage auflistet. Hellmiß: „Ein Detox-Day ist ohne viel Aufwand durchzuführen, aber dennoch eine effektive Alternative zu einem längeren, komplexen Entgiftungsprogramm. Auch so ein einzelner Entlastungstag putzt das System gut durch, fördert den Energiefluss, stärkt die Gesundheit, verbessert die Ausstrahlung und das Aussehen.“ Und das Beste: „Besondere Disziplin ist dafür nicht erforderlich.“ Wir präsentieren Ihnen hier vier Mini-Kuren für jeden Typ.

Wasser oder Karotte?
Besonders wirkungsvoll sind reine Trinktage: Beim Saft- und Wassertag beträgt die Energiezufuhr nur etwa 300 Kalorien am Tag. Die Verdauungsorgane können bei diesem Programm ruhen, die Vitalstoffzufuhr ist aber dennoch so gut, dass keine Mängel auftreten. Wer dennoch lieber etwas „zum Beißen“ hat, für den sind der Obst- und Gemüsetag oder der Karottentag ideal. Karotten nehmen unter den Gemüsesorten eine Sonderstellung ein: Ihr hoher Anteil an dem Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin, der Vorstufe für das lebenswichtige Vitamin A, schützt die Zellen vor Krebs und Alterungsprozessen. Der Karottentag empfiehlt sich auch bei Vitaminmangel- und Erschöpfungszuständen, wie sie gerade im Frühjahr gehäuft auftreten. Tipp: Das Wurzelgemüse möglichst wenig schälen, da sich die meisten Nährstoffe direkt unter der Haut befinden. Besser: Nur sauber bürsten!

Eine besonders bekömmliche Form des Mini-Fastens ist der Suppentag. Er eignet sich unter anderem für Menschen mit Magenproblemen und solche, die leicht frieren.

Tipps
Damit Ihr Detox-Tag die gewünschten Erfolge bringt, ist es wichtig, auf bestimmte Details zu achten. So etwa sollten Sie auf Genussgifte wie Alkohol, Nikotin oder Koffein verzichten. Empfehlenswert hingegen ist es, den Gesundheitstag mit sanfter Morgengymnastik zu beginnen: Radeln Sie noch im Bett, auf dem Rücken liegend, in den Tag! Auch eine Bürstenmassage regt den Kreislauf an: Mit einer Massagebürste von Kopf bis Fuß in kreisenden Bewegungen immer in Richtung Herz bürsten. Strafft zugleich die Haut! Es spricht auch nichts dagegen, an Ihrem Detox-Day ein schonendes Schwitzbad (Sanarium oder Dampfbad) zu nehmen: Die Entschlackung wird dadurch zusätzlich gefördert. Sehr bewährt hat sich der Wärmflaschen-Trick: Legen Sie, am besten nach den Mahlzeiten, eine Wärmflasche auf den rechten Oberbauch und ruhen Sie eine Zeit lang. Damit unterstützen Sie den Entgiftungsprozess der Leber.

Was gut tut
Gönnen Sie sich an Ihrem Kurtag viel Ruhe und vermeiden Sie Anstrengungen jeder Art. Moderate körperliche Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen ist jedoch förderlich. Besonders gut tut leichte Gartenarbeit: Das Hantieren mit Gräsern, Blumen und Kräutern „erdet“ den Menschen und wirkt stabilisierend auf die Psyche.

Die Seele beflügeln
Fest steht: Mini-Auszeiten entlasten nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. „Man lernt, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Beim Fasten richtet sich der Blick auf das Innere und die ureigenen Kräfte – das gibt Selbstvertrauen“, betont Psychologin Ulrike Borovnyak, Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung (GGF), die in ihrem Ratgeber Fasten. Auszeit für Körper, Geist und Seele Sinnsuchende in die Geheimnisse des Fastens einweiht. „Fasten schenkt uns Zeit, in der Hektik des Alltags einen Gang zurückzuschalten, das eigene Tun zu hinterfragen und zu neuen Perspektiven und mehr Klarheit im Leben zu gelangen“


Alles Liebe,

V.

Diashow von St.Georgen

Zwei Monate später sitze ich zu Hause und lese meine eigenen Zeilen fasziniert. Nachträglich kann ich ohne Übertreibung sagen und schreiben, dass das die Ferien mit dem grössten Wohlfühl- und Erholungsfaktor waren. Ich profitiere täglich davon und überlege schon, wann ich die nächste Fastenwoche einplanen soll. Vielleicht noch vor dem Winter?

tausche Kloster gegen Strand

Have Fun and LovePeace,
VAN.

Die Zeit danach.

Heute ist Karfreitag.
3 Wochen später.
Wie erlebte ich die Fastenzeit nach meiner Fastenwoche?


Als gläubiger Christ versuche ich jedes Jahr die Fastenzeit zu nützen um auf etwas zu verzichten, das mir schwer fällt. Sich bei Lebensmitteln zurückzuhalten, fiel mir in diesem Jahr viel, viel leichter. Damit meine ich nicht Dinge, die ich so oder so nicht brauche oder schätze. Auch in anderen Situationen fällt mir auf, dass es immer wieder "ohne" geht. Alleine Spazieren gehen ging bei mir bis zur Fastenwoche immer nur mit Musik im Ohr. Heute nütze ich die Stunde um über Vergangenes oder Zukünftiges nachzudenken oder einfach den Tag noch einmal "nachspüren".

4. Entlastungstag

Sonntag = 4. Entlastungstag

Sonntag bedeutet bei uns Bäckerfrühstück mit herkömmlichem Gebäck und Handsemmeln. Es treibt mir nicht die Tränen in die Augen und ich hatte ja schon um 7.30 mein Power-Frühstück, aber schmecken tut's mir schon - das Semmerl. 



Mittags entsafte ich eine halbe Ananas, 3 Karotten und 1 Orange. Diesen Vitamincocktail mögen alle. Und Nachmittags ist dann Zeit für ein paar Gedanken über die Fastenwoche.


Beginnen wir doch mit dem Stift St. Georgen:
Das Kloster, das auch als Bildungshaus fungiert, war intuitiv die richtige Wahl für mein Vorhaben. Das Haus ist exzellent geführt und man hat nicht nur das Gefühl, dass man willkommen ist, sondern auch, dass alles getan wird damit man sich rund um wohl fühlt. Unaufdringlich kompetent. Die Zimmer sind schlicht, aber geschmackvoll eingerichtet. Die Klosterarchitektur spricht für sich selbst und benötigt keine grosse Dekoration. In den neu renovierten Zirbenholzzimmern schläft es sich ganz besonders gut und mein Badezimmer war der Hit. Über das Essen und die Umgebung hatte ich ja ausreichend berichtet.



Das Seminar.

Das Seminar selbst:
Fastenwoche für Gesunde mit Yoga

Genau das Richtige für Fastenanfänger. Ich wusste nichts. Wie wenig ich über Fasten wusste wurde mir ja erst vor Ort und während der Woche klar. Ohne Leitung und die Mitfastenden hätte ich es nicht geschafft.

3. Entlastungstag

Samstag = 3.Entlastungstag = 1.Tag zu Hause

Ich wache zum ersten Mal (in meinem Leben?) entspannt um 6.15 Uhr auf und gehe mit dem Hund in den Garten. Ein gesundes Frühstück wäre schön. Also mache ich mich an die Arbeit und versuche mit den vorhandenen Lebensmitteln ein sogenanntes Power-Frühstück zu zaubern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt nicht nur sensationell, es hält mich auch bis 13h satt.

Mittags gibt es Apfel-Sellerie Saft. Die Familie ist jetzt schon nicht mehr so begeistert. Zum Glück schneide ich den Kärntner Dinkel-Nuß Reindling an, den ich als Souvenir mitgebracht hatte. Abends gibt es Kamut Nudeln mit Zucchini und Karotten.

2. Entlastungstag

Freitag = 2. Entlastungstag = Abreisetag
10 kleine Negerlein ...


Gestern waren wir noch 12, heute morgen beim ersten Frühstück noch 9 das Mittagessen genoss dann nur mehr der harte Kern von 5 Kärntnern.




Ich verabschiedete mich nach dem 2.Frühstück und fuhr gestärkt Richtung Wien wo mich meine Familie schon erwartete.
"Gspitzt siehst Du aus ..." - ein grösseres Kompliment hätte man mir nach dieser Woche nicht machen können.

Fastenbrechen

Fastenbrechen = 1. Entlastungstag
Heute Morgen trafen sich alle noch wie gewohnt zum Morgentee. Die, die weiterfasten wollten verabschiedeten sich. Wir Anderen freuten uns schon unglaublich auf 10 Uhr.


Das Highlight der Woche: Das Fastenbrechen.
Ein festlich geschmückter Tisch erwartete uns. Es war fast unheimlich, wie gut die erste feste Speise schmeckte. Der Genuss, nach fünf Tagen wieder "abzubeissen" lässt einen spühren wie achtlos wir mit unseren Nahrungsmitteln umgehen. Schon  wieder ein weiterer Gewinn an Einsicht in dieser Woche.





Mittags ein ähnliches Bild bei der Kartoffel Karotten Suppe. Es gibt kleine Kartoffel und Karottenstückchen in der Suppe! Ich freue mich so sehr, dass ich gleich 3 Teller verdrücker. Fehler! Mein eben gewonnener, komplett flacher Bauch ist dahin. Sofort mach ich mich auf den Weg und gehe eineindhalb Stunden spazieren. Im Zimmer retour angekommen. Der Bauch ist immer noch da! Hatte ich nicht erst heute von unserer Fastenleiterin gehört, dass eine halbe Orange genausogut schmeckt wie eine Ganze?



Beim abendlichen Fastenbrot mit Buttermilch und Leinsamen bin ich vorsichtig. Ich esse meine Portion und bin zufrieden. Kein Nachschlag. Und morgen verzichte ich auf das Mittagessen.

5.Fastentag

Mittwoch.
Der letzte von fünf Fastentagen.

Etwas wehmütig beginne ich meinen Tag.
Das war es jetzt also? So sieht Askese aus?




Und ganz plötzlich während der Morgenroutine sehe ich eindeutige Bilder vor mir. Ganz kurz, aber sehr intensiv. Kurze Atemlosigkeit macht sich breit und ich fühle mich plötzlich völlig machtlos. Ich sehne den Morgen-Spaziergang direkt herbei und kann kaum erwarten an die frische Luft zu kommen.



Es schneit seit gestern Nacht und ist dadurch noch stiller als zuvor. Wir machen einen Waldspaziergang während dicke, weiche Watte-Schneeflocken vor uns her tanzen. Die Welt scheint in Ordnung - auch ohne feste Nahrung.


4.Fastentag

Dienstag.
So weit so gut.
Ich wache völlig entspannt und ausgeruht um 6.30 Uhr ohne Wecker auf. Eine Premiere im Winter. Das Hungertief ist weg. Ich trinke einen Schluck Wasser und beginne mit der Morgenroutine. Kurzfristig fühlt es sich an als ob ich Bäume ausreissen könnte. Die Welt von der ich angereist bin scheint wahnsinnig weit weg.



Ich bin in einer Seifenblase und der Rest der Menschheit spielt ausserhalb. Ich vernehme schon dumpfe Geräusche von ausserhalb wie ein lachen, ein klirren, aber eben sehr weit weg. Wie das Essen. Ich denke daran, aber es geht auch ohne. Es dreht sich nicht jeder Gedanke ums Essen. Seltsames Gefühl; nicht beängstigend, aber eigenartig. Auf jeden Fall um Lichtjahre leichter, als das Rauchen aufgeben. Ich versuche den Abstand zu nützen um mir über meinen Alltag klar zu werden. Nach fünf Tagen im Kloster kommt es mir vor als ob mein Leben Monate weit weg wäre. Ich lebe in einer Art konserviertem Zustand. Ob es mir gelingt in dieser speziellen Situation- mit der Fastengruppe, die auch in meiner Seifenblase sitzt - meine Gedanken und Verhaltensmuster neu zu ordnen kann ich noch nicht sagen. Ich bin skeptisch. Da müsste man sich wahrscheinlich dann doch die 40 Tage Fastenzeit gönnen.



In sich gehen ist schwer, wenn man es nicht von alleine kann und dann auch noch immer Menschen um sich hat, von denen man sich nur all zu gerne ablenken lässt. Wenn ich in turbulenten Situationen abschalten könnte würde ich diese Woche ja gar nicht brauchen. Mir fehlt ein bisschen die strenge Hand. Die Milde und Gelassenheit unserer Fastenleiterin macht mich ein bisschen nervös. Vielleicht ist aber gerade das meine Prüfung. Wer weiss. Am Nachmittag lasse ich heute wieder meine Muskeln durch eine Massage statt eine Wanderung in Bewegung bringen. Es gibt nichts Besseres, wenn man an die richtige Person trifft.



Ach ... fast hätt' ich den Speiseplan von heute vergessen! Mittags gab's heut' Apfel-Sellerie Saft mit einem Schuss Honig und Zimt. Richtig lecker. Langsam gewöhne ich mich an diese Obst-Gemüse-Kombis. Abends am festlich gedeckten Tisch wurde die Suppe serviert mit allerlei Phantasien der Fastenteilnehmer über Brot, Fleischereigerüche, Orangenträume, Braten mit Niedergarmethode, über Fisch und diverse Wiener Märkte, bei den Restaurants verabschiedete ich mich dann zur Nachtruhe.
Morgen ist der letzte Fastentag.

Zwischenbilanz

Über die Hälfte der Zeit habe ich hinter mir. 2 Fastentage noch und am Donnerstag um 10h vormittags dann das Fasten brechen mit einem Apfel. Ab da gibt es wieder feste Nahrung. Schonkost, aber ich darf kauen.
Die Sorge, ob ich es ohne Essen schaffe war bisher unbegründet. Sowohl der Entlastungstag und die ersten beiden Fastentage waren ein Kinderspiel. Am dritten Fastentag dann ein kleines Tief am Nachmittag. Ich merke, dass mein Körper an den Reserven knabbert. Naja, hab ja ein paar. Bitte die auf den Hüften nicht vergessen! Körperlich fühle ich mich ja schon seit dem 2 Tag total befreit. Die Haut fühlt sich sensationell an und das Immunsystem scheint auch Freudensprünge zu machen. 



Und was macht der Geist? Wie immer gespenstisch spukt er umher. Da hat sich noch nicht viel getan. Viel klarer Sehen wurde mir versprochen und damit waren nicht die Augen gemeint. Der geschärfte Verstand macht sich vielleicht ja noch bemerkbar. Das richtige Hoch soll ja erst 1 Woche bis 10 Tage nach dem Fasten beginnen. Man darf also noch eine Weile hoffen ...

3. Fastentag

Montag. Als Naturschauspiel ist die Tourismusregion Längsee-Hochosterwitz durchaus weiter zu empfehlen. Selbst bei eisigen Temperaturen von minus 13 Grad am Morgen lässt es sich hier herlliche Morgenspaziergänge machen. Der See, umrahmt von kleinen Bergen, strahlt von jeder Himmelsrichtung Ruhe aus.



Nach der Saft-Zeit gönne ich mir eine Auszeit für mich und verzichte auf den zweiten Spaziergang mit der Gruppe. Aber eigentlich könnte man ja den inneren Schweinehund besiegen. Deshalb bin ich ja da. Also rein in die Stieferl, Mütze, Schal und los geht's. Vielleicht hilft das auch bei meinem ersten Tief, das mich plötzlich überkommt. Ich habe Hunger und Tee hilft nicht mehr! HILFE! Bis zum "Essen" sind es noch 3 Stunden.




Der Spaziergang war mein Retter. Meine Gedanken drehen sich zwar nur mehr um Lebensmittel, aber nach 2 Tellen Gemüsebrühe mit reichlich Petersilie und heute sogar Schnittlauch und Ingwer geht es mir schon besser. Ein dritter Teller mit Haferschleimsuppe stimmt mich wieder milde. Habe ich eben das Tagespensum von 300 Kalorien ein bisschen überschritten. Bin ja eh nicht deshalb hier. 2 Tage noch ohne kauen.


2. Fastentag

Sonntag.
Dass man an diesem Tag ruhen soll, gilt wohl nicht für Fastende. Gestern hatte ja es nicht mit der kompletten Morgenroutine geklappt, weil ich zu spät aufgestanden bin. Also doch Mobiltelefon rausgeholt und Wecker gestellt. Scheinbar geht es doch nicht ganz ohne Elektronik.



6.30h Tagwache.
  • im  Bett: Kreislauf und Muskeln in Schwung bringen
  • bewusst das Bett verlassen - nicht aufspringen
  • Luftbad vor dem geöffneten Fenster
  • Bürstenmassage, Kaltwaschung
  • Warm-/Kaltdusche
  • Pause im Bett
  • Wasser trinken
  • Einlauf


Acht Uhr. Morgentee im Petruszimmer.
Acht Uhr fünfzehn. Spaziergang.
Neun Uhr fünfzehn. Yoga
Zehn Uhr dreissig. Sonntagsmesse.
Zwölf Uhr. Lunchtime! Und was gibt es heute an kulinarischen Highlights? Rote Rüben mit Orange und Zimt. Da schau her. Mit Zitrone und einem Löfferl Honig gar nicht so schlecht. Bis 14h Mittagsruhe mit Leberwickel. Für mich sogar bis 15h. Ich mach heute blau beim Spaziergang und gönne mir dann eine Massage bei Bianca, die einfach sensationell entspannt und mich fast vergessen läßt, dass ich ja zum Verzicht da bin. Und weil es so schön war mache ich noch einen kleinen Spaziergang um die Klostermauern um noch vor dem Diner ein bisschen Platz im Magen zu schaffen.
17.30 Uhr Das üppige Abendmahl oder auch liebevoll Suppenzeit genannt. Heute gibt es eine Auswahl. Fast wie all you can eat. In einem Topf ist klare Gemüsebrühe und im anderen die berühmte Haferschleimsuppe, bei der es sehr darauf ankommt wie die Haferflocken zuvor geröstet wurden. Heute wohl ein bisschen zu wenig. Ich versteige mich zu 2 Tellen klarer Suppe mit einer Menge Petersilie und Ingwer. Dann werde ich mutig und probiere noch einen kleinen Schöpfer Haferschleim. Schmeckt wie befürchtet. Mit Petersilie geht aber auch das runter. Und schau, schau ... ich bin satt und komme mir schon ein bisschen schäbig vor, weil ich mehr als einen Teller Suppe gegessen habe. Nach gefühlten 7 Litern Tee, Wasser und Suppe habe ich eigentlich gar keine Lust mehr auf gesellschaftliche Ereignisse und verabschiede mich  zur Nachtruhe bevor der afrikanische Tanzabend beginnt.


1. Fastentag

2.Tag = 1. von 5 Fastentagen


Acht Uhr Frühstück = Tee.
Acht Uhr fünfzehn schweigender Spaziergang zum See. Schön, beruhigend, angenehm. Es ist wieder klirrend kalt, aber der wolkenlose Himmel und Sonnenschein machen das locker wett. Mittlerweile ist die Gruppe von 12 Personen komplett und es wird deutlich, dass einige die Stille nicht so sehr geniessen können. Schweigen funktioniert nur nach nachdrücklicher Anweisung durch die Fastenleiterin Elisabeth. 




Neun Uhr: Treffpunkt zum Glaubersalz trinken. Meine Horrorvision erwies sich als relativ harmlos. Den halben Liter Bittersalzlösung hatte ich auf drei Sätze vernichtet. Würgen war nicht nötig und Brechreiz gab es auch keinen. Ohne Beigabe von Zitrone oder abwechselndem Spülen mit Tee, wie es manche vor ziehen, einfach wie serviert: Salz in heissem Wasser aufgelöst und mit kaltem trinkfertig temperiert. Danach zwei Stunden Pause im Zimmer.
11.30h Einführung in die Geheimnisse des Leberwickels.
Langsam machen sich unerträgliche Kopfschmerzen breit. Meine Stimmung sinkt und ich werde immer stiller. Geht das überhaupt allein im Zimmer? Scheinbar. Ich horche permanent von aussen in mich rein und warte .. es passiert nichts ausser, dass mir immer kälter wird.



12 Uhr ist Lunchtime! Erwartungsvoll sitze ich da und warte wieder was denn passieren wird. Es gibt frischgepressten Apfel-/Karottensaft und gleich einen halben Liter! Dazu Tee und Wasser. Der Saft wird schlückchenweise oder löffelweise zu sich genommen. Und bitte: schweigend!
Danach - ab ins Zimmer zum Leberwickel ins Bett. Eineindhalbstunden später dreh ich am Rad. Die Kopfschmerzen werden immer schlimmer. Also raus aus dem Bett. Rundgang durchs und ums Kloster bewirkt Wunder. Es geht mir besser und ich mache mich frisch fürs Abendessen.
17.30 Uhr. Es kommt ein riesiger Suppentopf mit klarer Gemüsesuppe und sichtbaren Gemüsestücken! ESSEN! Die ersten Profifaster lachen schon, als sie meine grossen Augen sehen. Das Gemüse bekommen wir nicht. Nur den Sud. Macht nix. Ich esse 2 Teller klare Suppe. Würze mit frisch geriebenem Ingwer und gehackter Petersilie. Dazu gibt es Tee und Wasser. Mir schmeckt es, und zwar richtig gut. Was mich allerdings überrascht: Ich habe immer noch keinen Hunger. Plötzlich wird meine grösste Sorge zum kleinesten Problem. Obwohl Problem? Eigentlich habe ich ja kein Problem. Ich bin nur schwach.



18.30 Uhr Vortrag.
Wie mache ich einen Einlauf? 
Mein absolutes Lieblingsthema. Ich biete sogar an, stattdessen immer Glaubersalz zu trinken. Abgelehnt, weil zu chemisch. Ich erkundige mich nach den Nebenwirkungen, Folgen, wenn ich mich doch dagegen entscheiden sollte. Es nützt nichts. Ich soll es einfach machen. Und jetzt: Nachtruhe. wer mag kann schon mal den Einlauf für morgen früh üben. Und bitte: vor dem Frühstück!


Entlastungstag

Der 1.Tag.
Im Stift angekommen staunte ich nicht schlecht. Das war ein Kloster wie aus dem Bilderbuch. Ich hatte 2 Stunden Zeit Zimmer und Areal zu erkunden bis sich die Gruppe zum ersten Mal  "zum Essen" traf.


Der Wind eisig, die Mauern kalt, aber die Ruhe und der Genuss der Landschaft - unbezahlbar. Ich bin angekommen. Angekommen im Kloster.



Das erste Treffen war harmonisch und so verlief auch der Rest des Abends. Die grösste Überraschung allerdings war: das Abendessen. Wir bekamen eine letzt feste Speise. Ich hatte mich mit meinem Apfel und meiner Banane zu Mittag schon damit abgefunden, dass es ab jetzt nichts mehr zu beissen gibt, aber schau! Ein indisches Reisgericht mit grünem Salat. Morgen früh geht es dann dafür richtig an's Eingemachte. Zum Frühstück gibt es Tee, dann eine Stunde Wanderung und dann das echte "highlight": Glaubersalzlösung - gleich einen halben Liter und das in 10 Minuten.



Vorbereitung auf die Fastenwoche - Teil 3

Am Beginn der Fastenwoche steht der

Entlastungstag.
Er ist der Trennstrich zwischen dem üblichen Alltag und den Fasten-Tagen und sollte idealer weise so aussehen: Mehr als sonst trinken und dabei auf süßte oder alkoholische Getränke sowie Kaffee verzichten.
Mehlspeisen und Süßigkeiten sowie Nikotin ebenfalls weglassen. Stattdessen ballaststoffreiche Reduktionskost wie Reis, Erdäpfel, gedünstetes Gemüse, Rohkost und Salate.



Loslassen.
Langsamer Verzicht auf Radio, Fernsehen und Zeitung.
Abschied vom Alltagsstress.

Reisetag.
Gleichzeitig bedeutet das für mich:

Entlastungstag = Reisetag





Ich hatte alle meine Termine und Aktivitäten so gelegt, dass ich um 9h meinen Abschied vom Alltag antreten kann und um 10h entspannt meine kleine Autoreise von 300km beginne. Um 16h werde ich im Stift St. Georgen erwartet.


Vorbereitung auf die Fastenwoche - Teil 2

Vorfastentag
Langsam zur Ruhe kommen.

Checkliste:

  • Wärmeflasche
  • Bequeme, warme Kleidung und dicke Socken
  • gute, warme Outdoorkleidung und feste Schuhe
  • Sport und Yogakleidung
  • Handtuch und Waschlappen
  • Trockenbürste oder Massagehandschuh
  • genügend Wäsche zum Wechseln, denn die Ausscheidungen über die Haut sind beim Fasten höher als sonst
  • naturbelassener Obstessig
  • Thermoskanne für Tees
  • Heft, Mappe, Farbstifte und Schreibzeug


Was jetzt noch bleibt, ist die gespannte, freudige Erwartung und eine kleine Portion Kribbeln im Bauch, ob auch alles gut gehen wird. Der Vorfastentag an dem die Weichen für die Fasten-Woche gestellt werden, markiert einen Einschnitt in den Alltag.



Fasten ist weder eine spaßige Freizeitbeschäftigung noch ein moderner Diättrip. Es ist zugleich etwas Besonderes, aber auch etwas Normales, weil Natürliches. Idealerweise sollten wir mit dem Fasten keine Ziele verfolgen. Je weniger man sich auf ein Ziel fixiert, um so größer ist die Chance, noch ganz andere Dimensionen und Welten zu entdecken.

Vorbereitung auf die Fastenwoche - Teil 1

Der Einstieg in die Fastenwoche.
Am Freitag geht es also los. Langsam sollte ich mich auch ernährungstechnisch auf die Fasten-Woche einstimmen.

  • weniger essen - mal sehen
  • keine Milchprodukte - esse ich seit 6 Monaten kaum bis gar nicht
  • tierisch-eiweißhaltige Kost meiden wie Fleisch, Fisch, Eier - OK jetzt wird mir mulmig. Was esse ich diese Woche?



Bleiben also Obst, Gemüse und Brot! Müsli mit Orangensaft ginge auch, aber das kann ich mir noch nicht vorstellen, ob das schmecken könnte ... vielleicht am Mittwoch dann ...

Fasten oder Heilfasten?

Das Ziel des Heilfastens ist eine körperliche Reinigung. Indem der Körper von angestauten Giftstoffen befreit wird. Dadurch kann er sich regenerieren und neue Kraft schöpfen. Die "Reinigung" ist besser bekannt als Entgiftung oder Entschlackung.

fastan = (fest)halten, beobachten, bewachen aus dem gotischen bzw. althochdt.: fasten = fest


Fasten ist
Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel
- freiwillig und für eine begrenzte Zeit.


Die Fastenzeit im Christentum beginnt mit Aschermittwoch und dauert genau 40 Tage, die der Vorbereitung auf Ostern dienen und an die 40 Tage erinnern, die Jesus Christus fastend und betend in der Wüste verbrachte.
Jesus/Bergpredigt:
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass Du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

Ich hatte mich nun für das Kloster St.Georgen entschieden, weil dort die Fastenwoche nach der Methode Buchinger/Lützner in meinen Augen dem am ähnlichsten kommt. Nähere Information bietet die GGF - österreichische Gesellschaft für Gesundheitsförderung.

Die Fastenwoche:
Der Entlastungstag (1 Tag)
Die Fastentage (5 Tage)
Die Aufbautage (3 Tage)

Die Anmeldung

Es war wie bei einem Puzzle.
Das Problem schien unlösbar. Einfach zu viele Einzelteile, die nicht zusammen zu passen schienen. Ich war ständig gereizt. Fühlte mich nicht mehr wohl. Ich hatte das Gefühl, dass ich als Individuum nicht mehr wahrgenommen werde, aber Kontakt mit Fremden wiederum ging mir einfach nur noch auf die Nerven. Essen war die einzige Aufmunterung. Wenn der Gaumen Lebensmittel bester Bioqualität in Kombination mit liebevoller Zubereitung und appetitlicher Präsentation schmeckte war die Welt wieder in Ordnung. Aber nur dann. Kleiner unsexy Nebenaspekt: Ich steuerte auf eine Kleidergrösse zu, die ich ganz bestimmt nicht bereit war zu kaufen geschweige denn zu tragen. Also was tun?


Ich brauche eine Auszeit.

  • Kurz
  • intensiv
  • nachhaltig

und vor allem: bald!

"Geh' doch in Einkehr", riet mir mein Osteopath Rene bei unserer letzten Sitzung.

An einem der nächsten Tage hatte ich dann in der "LEBENSART" - ein Magazin für nachhaltige Lebenskultur - einen Hinweis auf Fasten im Kloster mit Yoga gefunden.


Yoga. Der einzige Sport, den ich regelmäßig betreibe, weil ich Yoga eben nicht als Sport sondern als Kurzferien vom westlichen Alltag betrachte. Wann immer ich das Studio betrete, weiss ich "Alles wird gut". Hier gibt es kein Konkurrenzdenken oder Erfolgsdruck. Hier bin ich einfach nur ich. Im Yoga kannst du nur durch Loslassen gewinnen. Deshalb bekam dieses Fasten-Inserat meine volle Aufmerksamkeit.

Kloster. Ich hatte immer schon eine spezielle Bindung zu katholischen Klöstern. In den heiligen Gemäuern fühlte ich mich einfach wohl. Die Schwester meiner Grossmutter väterlicherseits war Nonne in einem Wiener Kloster gewesen. Mit Tante Paula hatte ich die besten Gespräche, die ich als Kind mit einem Erwachsenen geführt hatte. Die Feste im Kloster, besonders die Kinderfest waren für uns Kinder immer ein Highlight. Daran hatte sich bis heute nichts geändert. Also standen die Chancen gut mich auch im Kärntner Stift St.Georgen zurecht zu finden.

Fasten. Heilfasten reinigt Körper, Geist und Seele intensiv. Wie ein neuer Anfang für's Leben soll das sein. Sich einfach einmal "nichts" gönnen, Urlaub machen vom Essen und unserer sensorisch verarmten Welt.

Heute kam also die Bestätigung für meine Anmeldung zur FASTENWOCHE FÜR GESUNDE mit der Post.